Offshore Fischzuchtanlage in der Nordsee

11. 03. 03
posted by: Rüdiger Grossmann
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Neue Offshore Fischzuchtanlage in der Nordsee geplant.

Einst war Bremerhaven der größte Fischumschlagplatz in Europa. Nach dem Niedergang der Deutschen Fischfangflotte herrscht hier allerdings gähnende Leere. Das soll aber nicht so bleiben. Im neuen Zentrum des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung sowie des an der Hochschule gegründeten Instituts für marine Ressourcen Imare. "plant man jetzt eine riesige Fischzuchtanlage auf dem offenen Meer.

Zwischen den Windkraftanlagen, die hier entstanden sind und noch weiter entstehen werden, sollen Meeresfische im großen Stiel gezüchtet werden. Besonders interessant erscheint den Biologen die Japanische Flunder. Der Geschmack dieses Fisches soll zwischen Heilbutt und Steinbutt liegen. (Das ganze erinnert mich an die Fernsehserie - Neues aus Büttenwarder - dort wurde auch schon versucht Spinagel zu züchten.) Das ganze Projekt soll natürlich Umweltschonend durchgeführt werden.

Ich frage mich nur, was soll die Japanische Flunder in der Nordsee. Wenn die ersten Jap.Flundern das Weite gesucht haben und sich hemmungslos bei uns vermehren, werden Schollen und Seezungen in der Nordsee knapp und es wird das passieren was dabei immer passiert. Ein Verdrängungswettbewerb wird stattfinden. Man denke an Austern, die durch Schiffe eingeschleppt wurden und jetzt die heimische Miesmuschel verdrängen, an Myriaden von Wollandkrabben aus Asien, die unsere Fischbrut fressen oder der Amerikanische Krebs, der den Deutschen Edelkrebs fast verdrängte. Neben diesen Erscheinungen wird das Watt im wahrsten Sinne , durch die Fischfäkalien zu geschissen.

Angler mit Japanischer Flunder (Paralichthys olivaceus) mit 14,5 Kg Foto by: Florida Sportfishing

Laut Greenpeace produzieren 200.000 Zuchtfische genau soviel Fäkalien wie eine Stadt mit 60.000 Einwohnern. Es werden aber nicht nur 200 Ts. Fische sondern wesendlich mehr werden, denn ansonsten rechnet sich so eine Anlage nicht. Was bei der Überdüngung des Wattenmeeres passieren wird ist noch gar nicht abschätzbar. Das Watt wird so gut gedünkt werden, das es sich lohnen wird auch noch Japanischen Reis anzupflanzen.

Rüdiger Großmann

Sportangler und Fischwirt

 

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