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High-grading

13. 03. 27
posted by: Rüdiger Grossmann
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Der Fischskandal ohne gleichen. Gammelfischerei im großen Stil.


Alle reden über nachhaltige Fischerei, wenn man sich diesen Bericht anschaut, kann man das Komplett über Board werfen.Die Bundesfischereiaufsicht, die Behörden, alle wissen davon und es wird nichts getan um das zu verhindern. Die Lobby der Fischindustrie ist  zu stark, wer das wo von wem Geld bekommt, darüber kann man nur spekulieren.

Die Sendung FRONTAL21 vom ZDF berichtet über einen neuen Fischereiskandal. Die Crew des Hochseetrawlers “Jan Maria” soll intensives “high-grading” betrieben haben. High-grading nennt man den Vorgang, wenn bereits gefangene, verwertbare Fische tot wieder über Bord geworfen werden, um Platz für andere oder größere Fische zu schaffen, die mehr Geld bringen.

Hintergrund ist also reine Profitgier. Allein bei einer der dokumentierten Fangreisen wären mehr als 1,6 Millionen Kilogramm Hering weggeschmissen worden.

(Die Fernsehsendungen sind leider nicht mehr verfügbar)

Das schreibt Wikipedia zu High Grading: http://de.wikipedia.org/wiki/Highgrading

Interessant ist auch dieser Bericht: http://worldoceanreview.com/wor-2/fischereipolitik/fischereimanagement/schluss-mit-dem-wegwerfen/

 

Das Fahrzeug fischt ordnungsgemäß mit allen Lizenzen im Rahmen der geltenden Gesetze. Darüber hinaus arbeitet die Firma entsprechend den Nachhaltigkeitsstandards des

MSC (marine stewardship council) und ist für die Fischarten Hering und Makrele zertifiziert. Die Bestandssituation der Zielarten hat sich in den letzten Jahren in der EU deutlich verbessert, weil die Fischerei auf der Basis von Langzeitmanagementplänen und einer strikten Kontrolle von Fangquoten verläuft. Nur auf diese Weise lässt sich eine nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen sichern. Dafür tritt der Deutsche Fischerei- Verband seit Jahren aktiv ein. Die besten Beispiele dafür sind der Nordsee-Hering, die Scholle und der Ostseedorsch, die zum Teil historische Höchststände erreicht haben. Wenn die Meere allerdings so leergefischt wären, wie die Umweltorganisationen seit Jahren behaupten, dann wären die Fischereibetriebe schon längst pleite. Wenn Greenpeace allein von der Schiffsgröße auf

Überfischung und Umweltbeeinträchtigungen rückschließt, dann zeigt das beängstigende Mängel in der fachlichen Kompetenz der Umweltorganisation. Die angeblich überhöhten EU Subventionen sind bereits auf ein geringes Niveau zurückgefahren worden und dienen kaum noch dem Ziel, eine internationale Wettbewerbsfähigkeit der einheimischen Betriebe zu erhalten. Für Fahrzeuge der EU gelten höchste Standards in den Bereichen Arbeitssicherheit, Hygiene an Bord, Produktqualität und soziale Absicherung der Beschäftigten. Auch die Umweltstandards sind hoch. Die verbliebenen Subventionen dienen dem Ziel, Investitionen in diesen Bereichen wettbewerbsfähig zu gestalten. Wir erwarten jetzt, dass die zuständigen staatlichen Stellen die Bewegungsfreiheit der „Jan-Maria“ wieder herstellen und das Schiff planmäßig auslaufen kann.

 

Eine neue sehr interessante Facebookgruppe Fischzucht und Angelsport

https://www.facebook.com/groups/986156178094530/