Sauerstoff und PH Wert

10. 03. 01
posted by: Rüdiger Grossmann
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Wie jedes Lebewesen braucht auch der Fisch Sauerstoff. Forellenartige(Salmoniden) brauchen mehr als Karpfenartige (Cypriniden) . Der Mindestsauerstoffgehalt bei Forellen liegt bei 5 Milligramm/Liter, bei Karpfen 4 Milligramm/Liter. Der Sauerstoff gelangt auf 2 Wegen in das Wasser. Das erste ist die Luft. Die Luft enthält 21% Sauerstoff. Das Zweite sind die Wasserpflanzen. Wasserpflanzen produzieren durch die Photosynthese Sauerstoff. Nachts verbrauchen sie aber auch wieder Sauerstoff. Bei zu starker Pflanzen Entwicklung wird der Komplette Sauerstoff in einem Gewässer verbraucht und das Gewässer kippt. Dies passiert wenn das Gewässer über düngt ist, zb, Gewässer die anLandwirtschaftlichenn Flächen liegen Im Fischzuchten kann es auch bei starker Fischdichte und bei zu starker Fütterung zum Sauerstoffmangel kommen.Gerade im Sommer, wenn das Wasser warm ist, nimmt das Wasser weniger Sauerstoff auf. Kaltes Wasser kann mehr Sauerstoff binden. Bei Fischzuchten werden deshalb, die Gewässer oftmals noch belüftet.

 

Das heißt: Luft wird in die Teiche gepumt oder Wasser wird angesogen und als Fontäne dem Teich wieder zugegeben. Wenn man an das Gewässer kommt und die Fische stehen an der Oberfläche und sehr schreckhaft sind, bedeutet es immer das die Fische zu wenig Sauerstoff haben. Der Fischwirt sagt: sie schrecken. Bei solchen Situationen sollte nicht gefüttert werden. Man muss auch noch sagen, das bei starker Fütterung alleine schon durch die Verdauung und den Kot der Fische der Sauerstoffgehalt sinkt. Es gibt natürlich aus Messgeräte um den Sauerstoffgehalt zu messen, aber ein erfahrener Fischwirt wird auch so wissen, wann der Sauerstoff zu niedrig ist. Der PH-Wert steht für die Säurestärke des Wassers und wird in Zahlen von 0 bis 14 ausgedrückt. Dabei zeichnen Werte von 7 bis 0 immer stärker werdende Säuren, Werte von 7 bis 14 immer stärkere Laugen. Der pH-Wert 7 kennzeichnet den Neutralpunkt, an dem das Wasser weder sauer, noch basich reagiert. Fische halten sich am liebsten in Wässern mit Werten zwischen ph 6,9 und 7,6 auf.

Da sich die Tiere nicht sehr gut an veränderte Verhältnisse anpassen können, sind starke Abweichungen von dem Vorzugsbereich tödlich. Bei Forellen liegt der tödliche Bereich unter ph 5,5 bzw. über 9,2, bei Karpfen unter 5,0 bzw. über 10,8. Es sei darauf hingewiesen, dass die Fische kurzfristig die lokal auftretenden schädlichen bzw. tödlichen Bereiche ertragen können, dass aber ein Daueraufenthalt in den Grenzbereichen unweigerlich zu Fischverlusten führt. Der pH-Wert des Teiches hängt ab von dem Gleichgewicht zwischen Kohlensäure und Kalk. Daher ist es für den Fischwirt relativ einfach, saures Zulaufwasser durch Kalkung zu neutralisieren. Schwieriger wird es bei alkalischem Teichwasser. Oft ist dafür im Sommer starke Wasserpflanzenentwicklung verantwortlich.

Bezugsquelle: Firma Merck

 

Grüße Rüdiger Großmann

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